Selbstständige im Social Web: Die Frage nach der Trennung von Beruf und Privat

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Selbstständige im Social Web: Die Frage nach der Trennung von Beruf und Privat

Meine hoch geschätzte Kollegin Annette Schwindt hat vor einigen Tagen zu einer Blogparade mit dem Thema „Profil oder Seite – oder beides?“ aufgerufen.  Gerade selbstständige „Einzelkämpfer“ (ich mag den Begriff eigentlich nicht, da ich meinen beruflichen Alltag keineswegs kämpfend, sondern meist mit viel Freunde bewältige. Leider fällt mir im Moment kein Besserer ein) ist das ein relevantes Thema.

Blogparade?
Für die Definition einer Blogparade greife ich hier auf den Text der nicht minder geschätzten Kollegin Marie-Christine Schindler zürück:
„Eine Blog-Parade wird durch einen Blog-Betreiber mit einem Beitrag zu einem bestimmten Thema eröffnet. Dieser lädt die Leser ein, ihre eigene Sicht zum Thema im eigenen Blog aufzuarbeiten und den Artikel auf den Ursprungspost zu verlinken. So entsteht eine Sammlung von Beiträgen zum gleichen Thema die einen Wissens- und Erfahrungstausch ermöglichen und den Dialog anregen. Die Teilnahme an einer Blogparade ist eine von vielen Möglichkeiten zur Vernetzung.“

Eine Frage der Trennung
Im Prinzip geht es bei dieser Frage im Kern darum, wie man es mit der Trennung von Beruf und Privat in im Social Web so hält. Ich halte es damit wie im echten Leben. Ich trenne es nicht. Wenn mich am Sonntag Mittag jemand anspricht „Du, ich habe gehört, Du machst was mit Facebook“, sage ich auch nicht: „Ja, aber hier bin ich privat.“ Ich bin der Meinung, dass gerade in meiner Branche und bei meinem Arbeitsmodell sich privat und beruflich stark mischt. Das spiegelt sich im Social Web wider.

Inhaltlich bedeutet das, dass ich vorhin ein Video meiner Punkrock-Helden „Bad Religion“ veröffentlicht habe und zwei Stunden später auf eine interessante Infografik zum Thema Facebook-Edgerank verlinke. Beides bin ich. Dass ich Punkrock-Fan bin dürfen meine geschäftlichen Kontakte wissen. Und dass selbstständig im Bereich Online-Kommunikation bin, dürfen meine privaten Kontakte wissen. Diese Vermischung macht es doch auch interessant. So kommt es oft zum Austausch über private Themen mit (ursprünglich) geschäftlichen Kontakten und andererseits sprechen mich private Kontakte auf mein berufliches Wirken an. Dass ich ab und zu Posts absetze, mit denen private Kontakte nichts anfangen können, sehe ich nicht als Problem. Bei Freundschaftsanfragen auf mein privates Profil agiere ich aber trotzdem nicht mit blinden Bestätigungen. Ich schaue mir jedes Profil genau an und wäge ab ob eine Vernetzung aus privaten oder beruflichen Gründen Sinn macht. Wenn ich kein gutes Gefühl dabei habe lehne ich ab.

Fanpage oder nicht?
Trotzdem unterhalte ich auf Facebook, wie auf Google+ eine Unternehmensseite. Da ich u.a. auch die Umsetzung von Facebook-iframe-Tabs anbiete, dient mir meine Facebook-Page fast nur zu Testzwecken. Hierfür werde ich mir allerdings mittelfristig eine andere Lösung einfallen lassen.
Bei G+ habe ich damals noch in der Nacht in der die Möglichkeit geöffnet wurde eine Unternehmensseite eingerichtet. Einfach aus Neugier und natürlich mit dem Anspruch einer guten Beratung für meine Kunden. Diese Seite pflege ich etwas besser als die Facebook-Page. Das hat u.a. den Grund, dass sich hier die Follower meiner privaten Seite nicht so stark überschneiden und sich bei G+ praktisch keinerlei private Kontakte aufhalten.

By | 2018-01-26T15:20:41+00:00 Februar 14th, 2013|Marketing und PR, Social Media|3 Comments

About the Author:

Thorsten ist Gründer und Inhaber von DIGITALFEUER Markenkommunikation. Mit einem Team aus freien Mitarbeitern unterstützt er Unternehmen in ganz Deutschland bei ihrer digitalen Unternehmenskommunikation. Wichtig ist ihm hier ein ganzheitlicher Ansatz, abseits vom Denken in Unternehmenssilos. Der Schwerpunkt in seiner täglichen Arbeit liegt im Bereich Beratung, Monitoring und Umsetzung.